Karl Koenig

Das neue Verhütungsmittel für den Mann



Träumen Sie auch von einem vollkommenen Verhütungsmittel, ohne Nebenwirkungen heutiger chemischen (hormonellen) Verhütungsmittel und ohne lusttötende Wirkung eines Kondoms? Vielleicht sind Sie nur zufällig auf diese Seite gekommen, durch einen Treffer einer Suchmaschine und wollen jetzt wissen, was für eine Lösung der vielversprechende Inhalt anbietet.

Zunächst wollen wir uns erlauben, von einem vollkommenen Verhütungsmittel zu träumen: malen wir uns einfach seine Eigenschaften aus! Es soll erstens ohne Chemie funktionieren, keinen Einfluss auf unseren Hormonhaushalt haben und vor allem keine Nebenwirkungen entfalten, die sich womöglich erst nach zwanzig Jahren zeigen oder - die absolut schlimmste Horrorvision - sogar Spuren auf unserem Nachwuchs hinterlassen könnten. Ein mechanisches Mittel also. Wie die altbekannte Spirale für die Frau, die allerdings auch nicht ganz ohne Nebenwirkungen und Komplikationen auskommt. Das neue Verhütungsmittel soll also nicht ständig im Körper getragen, sondern nur bei Bedarf eingesetzt werden können.

Für diejenigen, die es gleich wissen wollen: ein solches Mittel gibt es noch nicht. Noch nicht. Diese Seiten befassen sich mit einer Idee, die noch nicht realisiert wurde; die aber durchaus möglich wäre. Warum es ein solches Verhütungsmittel für uns in absehbarer Zeit noch nicht geben wird, sondern vermutlich erst für die nächste oder übernächste Generation, werden Sie später im Text erfahren. Es geht uns im Moment eher darum, ob ein solches Verhütungsmittel überhaupt möglich und realisierbar wäre und – noch wichtiger - ob wir bereit wären, seine Eigenschaften so bereitwillig zu akzeptieren, wie wir es damals mit der Pille taten.

Für diejenigen, die es ganz genau wissen wollen: zum neuen Verhütungsmittel gibt es bereits ein international anerkanntes Patent (DE 10217787) und es gab auch Kontakte mit den namhaften Vertretern der Pharmaindustrie. Was aus dem Patent und aus den Kontakten geworden ist, werden Sie gleich erfahren.

Ein mechanisches Verhütungsmittel also, für den Mann, das nur bei Bedarf in den Körper eingeführt wird und beim Sex nicht stören soll. Die Natur bietet uns dafür nur eine Lösung an; diese liegt an der Hand und wurde bereits weltweit in Dutzenden von Erfindungen beschrieben.

Ein deutscher Arzt, Dr. med. Hans Unglehrt, schreibt im Jahr 1967 in der Beschreibung seiner Erfindung DE 1566405: "Mit Ausnahme des Präservativs sind alle bisher bekannten Vorrichtungen und Präparate zur Schwangerschaftsverhütung auf den Gebrauch durch die Frau zugeschnitten. Nun sind aber die anatomischen Verhältnisse im weiblichen Genitaltraktus gerade für diesen Zweck denkbar ungeeignet. Wesentlich günstiger und einfacher ist die diesbezügliche Situation beim Mann. Hier besteht die Möglichkeit, einen absolut sicheren Verschluss des Ausführungsweges für die Spermatosoen zu schaffen, der leicht und rasch angebracht und entfernt werden kann und keinerlei gesundheitliche Gefahren oder Gefühlsbeeinträchtigungen bewirkt."

Ein Mittel muss also her, das Spermafluss noch im Körper auffangen soll. Ein Innenkondom, das in der Harnröhre des Mannes das Ejakulat aufnehmen sollte und sich danach möglichst problemlos entfernen ließe.

Die Sache mit dem Entfernen ist noch ein geringeres Problem; wie steht es aber mit der Einführung eines solchen Mittels in die empfindliche Harnröhre? Und genau da scheiterten alle bisherigen Erfindungen eines mechanischen Verhütungsmittels für den Mann, da sie keine Lösung für eine Einführung in die Harnröhre anbieten konnten.

Die Verwendung eines Gleitmittels, wie man es bei der Einführung eines Katheters bei der Blasenspiegelung macht, scheidet natürlich aus. Ein Gleitmittel würde das Verhütungsmittel aus der Harnröhre sofort wieder herausschleudern lassen, ohne jegliche Möglichkeit einer Verankerung an ihren glitschig gewordenen Wänden.

Ich bin kein Arzt und das Thema Verhütung für den Mann betrachtete ich damals um das Jahr 2000 eher als eine Art Gehirnjogging. Auf der Suche nach einer Lösung für die Einführung fiel mir die Idee einer sich umstülpenden Hülle ein, die die Rolle des Gleitmittels übernehmen sollte. Aus der Idee wurde eine Erfindung, die ich anschließend beim Deutschen Patent- und Markenamt anmeldete. Die Lösung war neu und aus meiner Anmeldung wurde ein Patent, das ich danach in einem separaten Verfahren international erweitern ließ. Ein teurer Sport, der in der ersten Phase bereits ein paar Tausend kostet und wenn man es zu Ende treibt, können es leicht einige Zehntausend sein. Ein Gefühl stellt sich dabei ein, wie in einem Casino, am Roulettetisch sitzend; man vermutet eine Glückssträhne und will nicht aufhören. Ich bin damals doch noch rechtzeitig ausgestiegen.

Warum wird es ein solches Verhütungsmittel für unsere Generation vermutlich noch nicht geben? Aus Kontakten mit den Herstellern von Verhütungsmitteln ließ sich heraushören, dass keiner bereit war, in die Entwicklung eines derartigen Mittels zu investieren. Praktisch von Null anzufangen. "From the scratch" - von der Skizze; sagte ein Firmendirektor aus Skandinavien. Man müsste nicht nur das Verhütungsmittel, sondern auch die Geräte und Maschinen für seine Herstellung neu entwickeln. "Es würde Jahre, vielleicht Jahrzehnte klinischer Tests dauern, bis wir die Genehmigung der FDA bekämen"; sagte mir die Chefin eines Pharmakonzerns aus den USA.

Keiner auf der Welt hat so viel Geld zur Verfügung, um jahrelang in ein Projekt zu investieren, dass bisher noch nicht einmal von der breiten Öffentlichkeit anerkannt wurde. Ein solches Projekt ließe sich nur mit Hilfe von Fremdmitteln, mit staatlicher Hilfe oder durch Privatfonds finanzieren. In der Zeit breit propagierter Enthaltsamkeit, die in der führenden Industrienation der Welt sogar zur Staatsdoktrin gemacht wurde, gibt es nicht einmal Geld für Kondome.

Es ist keinem der Firmenchefs zu verübeln, dass er nicht bereit war, seinen Kopf und Kragen für ein derart waghalsiges Projekt zu riskieren. Die Pille lässt sich viel einfacher herstellen. Die Maschinen dafür sind sowieso schon da; man muss die Zutaten nur zusammenrühren.

Im Nachhinein habe ich eine Bestätigung dafür bekommen, dass es prinzipiell möglich wäre, ein Verhütungsmittel nach meiner Idee zu konstruieren. Zwei Patente aus USA beschreiben jeweils einen Katheter mit Einführungshilfe. Es gab bereits solche Katheter im Einsatz. Die Krankenschwester waren aber nicht sehr begeistert, für die Verwendung eines solchen Katheters extra eingeschult werden zu müssen. Sie griffen lieber zum Gleitmittel, auch wenn das für Patienten weniger angenehm war. Es wusste eher keiner, dass es Alternativen gibt.

Es weiss auch heute kaum jemand, dass es prinzipiell möglich wäre, ein neuartiges Verhütungsmittel für den Mann herzustellen. Die bis Ende 2006 fast 100.000 Besucher meiner Internetpräsentation sind eine viel zu geringe Zahl und außerdem will man über Fakten lesen und nicht über Träume. Ich biete Ihnen nur Träume an. Es ist allerdings jedem erlaubt, zu träumen. Falls Sie sich von der Idee des neuen Verhütungsmittels doch begeistern lassen wollen, besuchen Sie meine erste Präsentation aus dem Jahr 2002. Lassen Sie sich von etwas aufgebrachtem Stil nicht stören; jeder Erfinder träumt davon, die Welt zu verändern.

Als mich die bereits erwähnte Firmenchefin aus den USA in ihren E-Mails auf Lösungen weiterer Details meiner Erfindung drängte, versuchte ich mit Hilfe verschiedener Modelle an der Lösung der Teilprobleme zu arbeiten. Ich spielte damals mit den mir zur Verfügung stehenden Materialien quasi die Rolle der Entwicklungsabteilung eines Konzerns. Dies habe ich in meiner zweiten Präsentation aus dem Jahr 2004 dargestellt. Falls Sie erfahren wollen, welche Rolle dabei eine Milchtüte spielte, lesen Sie bitte das Bericht!

Ich hatte mir damals natürlich nicht als Ziel gesetzt, ein funktionierendes Verhütungsmittel herzustellen. Das wäre ohne Hilfe von Fachleuten und ohne ein gut eingerichtetes Labor gar nicht möglich gewesen. Es ging um das Prinzip, um die Machbarkeit. Heute habe ich eine etwas andere Vorstellung von der Zukunft des neuen Verhütungsmittels für den Mann. Es wird vermutlich doch eher an einem (bisher noch nicht erfundenem) neuartigen Gleitmittel basieren, dass nach der Einführung gummiartig aushärten und nach der Ejakulation zeitversetzt wieder aufweichen sollte. Eine solche Lösung wäre in der Herstellung vielleicht etwas weniger kostspielig.

An meiner Erfindung des neuen Verhütungsmittels für den Mann habe ich keine Patentrechte mehr. Die Erfindung ist seit 2005 frei und gehört dem allgemeinen Gedankengut der Menschheit.

Das Interesse an meiner Erfindung war bisher groß und die Ergebnisse meiner Meinungsumfrage sprechen für sich: im Zeitraum vom Juni 2002 bis Ende Februar 2004 haben an der Umfrage 1.346 Personen teilgenommen, davon waren 901 für das neue Verhütungsmittel und 445 dagegen. Allen, die an der Umfrage teilgenommen haben, möchte ich herzlich danken. Ebenfalls möchte ich mich bedanken für die moralische Unterstützung bei der:

Redaktion Multimedica Online des BertelsmannSpringer-Verlags
www.multimedica.de Screenshot Sommer 2002

Ratgeber-Verhuetung

Viele Fehltritte säumen den Weg des Siegers und mancher Weg erweist sich nachher als Irrweg; aber nur der ist frei, der irren darf.



Karl König

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